Ich muss laufen, damit ich noch schnell durch die Türe durch komme, bevor sie schließt und der Aufzug sich in Bewegung setzt. Ich lehne mich an die Wand und atme ein paar Mal tief durch. Außer mir steht noch ein recht attraktiver Mann im Aufzug. Schräg gegenüber von mir mit dem Blick zur Türe. Er hat schon für uns beide gedrückt. Also, er weiß nicht, dass ich in denselben Stock muss wie er, aber damit hat sich ein weiterer Schritt für mich erledigt. Ich erkenne, dass er lächelt. Sein Hintern gefällt mir und auch sein männlicher Rücken hat es mir zusätzlich angetan. Ich stelle mich ganz nah hinter ihn und streichle vorsichtig mit beiden Handflächen über seinen Rücken. Zuerst zuckt er zusammen. Als ich jedoch mit meinen Armen nach vorne über seine Brust Richtung Schritt wandere, entspannt er sich merklich. Plötzlich packt er meine Hände, dreht sich um und drückt mich an die Wand. Seinen Körper presst er so nah an meinen, dass ich seine Erregung spüren kann. „Wer bist du?“ flüstert er. Ich sehe ihm tief in die Augen und entgegne: „Dein heutiges, kleines Abenteuer!“. Es folgt eine kurze Pause. „Gegen 18Uhr habe ich aus. Ich arbeite im Zimmer 5.02. Kommst du später vorbei?“ Der Lift bleibt ruckartig stehen, er löst sich von mir, die Tür geht auf. Ich lächle ihn an und während ich vor ihm den Aufzug verlasse, werfe ich ihm ein „Vielleicht…“ vor die Füße. Unsere Wege trennen sich, ich drehe mich nicht mehr um, aber in der Spiegelung der Gangfenster kann ich erkennen, dass er mir nachsieht. Ich muss lächeln…
Zimmer 5.10, da muss ich hin. Ein Interview mit einem stadtbekannten Musiker führen, der sich gerade am Set seines neuen Musikvideos befindet. Ein relativ kleiner, aber sehr hübscher junger Mann öffnet mir die Türe. Seine grün-blauen-Augen strahlen mich an. Er gefällt mir. Ich sage immer „small size, big surprise“ oder anders: „Gott hat für jeden Mann zwei Meter übrig“. Es handelt sich um den Produzenten/Regisseur/Manager des Musikers. Wir laufen eine Weile zusammen durch einige Räume und tauschen unsere Visitenkarten aus. Er redet viel, ich nicke und lächle. Das macht man so. Wir bleiben vor einem Zimmer stehen, in dem sich mein Interviewpartner befinden soll. Ich bedanke mich, als er plötzlich etwas komplett aus dem Zusammenhang Gerissenes zu mir sagt: „Du bist sehr schön!“ Ich sehe ihn an und fühle mich etwas überrumpelt. Ich mag es nicht, wenn mir jemand so etwas sagt. Mir fällt dann nie eine gute Antwort ein. Aber diesmal schießt es einfach aus mir heraus: „Würdest du denn gerne mit mir schlafen?“. Erschrocken und leicht errötet starrt er mich an, bringt kein Wort mehr heraus. Ich lächle und klopfe an die Türe des Musikers, um endlich meine Arbeit beginnen zu können.
Der Tag war lang und ich genieße die Abendluft, als ich von der Straßenbahn in die Richtung meiner Wohnung laufe. Kurz vor meiner Wohnungstüre bekomme ich eine SMS. Sie ist von dem Produzenten/Regisseur/Manager: „Bin heute Nacht noch in der Hausbar anzutreffen. Würde mich freuen, wenn du auch vorbeischaust. Ist nur ne kleine Crewparty zum Abschluss der Dreharbeiten
“ Für einen kurzen Moment freue ich mich und muss lächeln. Dann lösche ich die SMS, stecke meinen Wohnungsschlüssel ins Schloss und öffne die Türe. Der Geruch von frisch gekochtem Reis steigt mir in die Nase. Heute Abend war mein Freund mit kochen dran. Er steht in der Küche, der Tisch ist bereits gedeckt. „Meine Süße, heute gibt es dein Lieblingsgericht.“ Sein Hemd ist an den Unterarmen nach oben gekrempelt. Für ihn ist es der reine Nutzeffekt, um sich nicht schmutzig zu machen. Für mich ist es reiner Lustgewinn. Ich liebe seine schönen, starken Unterarme. Wenn er arbeitet, bilden sich seine Venen sichtbar hervor. Ich finde das sehr sexy. Er gießt uns die Gläser mit einem feinen Weißwein voll und ich entdecke die Kochschürze um seine Hüften. Was für ein wunderbarer, schöner Mann er doch ist. Obwohl er in diesem Moment eine „klassische Frauenarbeit“ verrichtet, ist er für mich männlicher denn je.
Genüsslich essen wir gemeinsam zu Abend, trinken Wein, lachen und flirten miteinander. Meine Lust steigert sich ins Unermessliche. Als wir fertig sind, setze ich mich auf seinen Schoß und küsse ihn. Seine ganze männliche Pracht spüre ich durch seine Hose und die Schürze, die er immer noch trägt, hindurch. Seine schönen starken Arme berühren mich. Sein Geruch ist betörend. Eine Mischung aus männlichem Körpergeruch, Parfum und meinem Lieblingsessen. Zeit, sich zu lieben und das die ganze Nacht… Wie heißt es so schön: „Appetit holen kann man sich woanders, aber gegessen wird zu Hause!“ Frau wird ja wohl noch träumen dürfen…